Sport und Fitness sind heutzutage immer beliebtere Themen und immer mehr Menschen suchen nach neuen sportlichen Anreizen. Während die meisten Menschen ins Fitnessstudio gehen, um zu trainieren, suchen andere nach mehr Vielfalt. In den letzten Jahren haben Wettrennen stark an Beliebtheit gewonnen, auch deutsche Marathons gibt es immer mehr, doch einige wenige suchen eine noch größere Herausforderung. Weltweit werden immer öfter Wettrennen unter extremen Umständen organisiert, und wir haben drei der ausgefallensten von ihnen im Überblick.

Das Patagonian Expedition Race – Abenteuer in Chile

Jedes Jahr wird im chilenischen Teil von Patagonien ein Abenteuerrennen der Extraklasse organisiert. Teilnehmer aus aller Welt messen sich hier in den verschiedensten Bereichen, wie unter anderem Mountainbiking, Seekajak und Orientierungslauf.

Die Athleten treten in gemischten Viererteams gegeneinander an, die Herausforderung ist hierbei jedes Jahr eine neue. Die einzigen erlaubten Hilfsmittel für die Teilnehmer sind ein Kompass und eine Karte, mithilfe dessen sie, je nach der jährlichen Aufgabe, eine Strecke von 520 bis 1100km zurücklegen.

Das Rennen dient aber nicht nur dem Wettkampf allein, sondern soll auch die Aufmerksamkeit auf die einzigartige Umgebung und Landschaft Patagoniens lenken, welche zum großen Teil unbewohnt und unerforscht ist.

Jungle Ultra – aus den Wolken in die Tiefen des Peruanischen Urwalds

Das Jungle Ultra Rennen beginnt im Nebelwald Perus in einer Höhe von etwa 3000m. Von hier aus geht es für die Teilnehmer 230km weit durch von Menschen unberührte Wälder, Hügel und sogar Dörfer von Ureinwohnern. Doch dies ist nicht die einzige Hürde für die Wettläufer – bei einer Luftfeuchtigkeit von häufig 100% müssen sie außerdem eine sehr gute Kenntnis ihrer Umgebung haben; da der Peruanische Urwald weitestgehend unberührt ist, gibt es hier auch viele wildlebende Tiere, wie Affen, Tapire und Jaguare. Zusätzlich dazu müssen sich alle Teilnehmer selbst versorgen und alle Hilfsmittel wie Schlafsäcke, Hängematten und Essen ständig bei sich tragen.

Alaska Mountain Wilderness Classic – ohne Hilfe durch die Berge Alaskas

Das Alaska Mountain Wilderness Classic ist kein klassisches Wettrennen, sondern wird eher als Abenteuerherausforderung angesehen. Die Teilnehmer müssen ohne äußere Hilfe eine Strecke zwischen 240 bis 400km zurücklegen. Hierbei geht es allerdings weniger darum, die Strecke so schnell wie möglich zurückzulegen, sondern eher um den Survival Aspekt der Expedition, mit besonderem Augenmerk auf der ‘zero impact’-Mission des Rennens – die Teilnehmer sollen so simpel wie möglich ausgerüstet sein und keine Spuren in der Natur Alaskas hinterlassen. Alle Teilnehmer müssen ihre eigene Ausrüstung sowie Verpflegung bei sich tragen, inklusive Schlauchbooten und anderer notwendiger Ausrüstung. Zusätzlich zu der Herausforderung in den Sommermonaten wird außerdem ein ‘Winter Ski Classic’ organisiert, welches jedoch in den meisten Fällen wesentlich weniger Teilnehmer aufweist.

La Ruta de los Conquistadores – der Weg der Eroberer

Die Ruta de los Conquistadores ist ein Mountainbike-Rennen, welches die Teilnehmer von Costa Rica aus über den Pfad der spanischen Eroberer führt, bis in die Karibik. Die Route führt die Teilnehmer durch die Tiefen des Urwalds, über Hügel, aktive Vulkane sowie durch Matsch und Sand. Das Rennen gilt als eines der schwierigsten der Welt und lockt jedes Jahr hunderte der besten Mountainbiker und Athleten der Welt an.